[Briefe an Neue Deister-Zeitung]

 

 

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Waltraud Haack                                                                Springe,19.03.2006

Carl-Diem-Str. 20

31832 Springe

 

 

Sehr geehrter Herr Zelle oder Urlaubsvertreter,

Sie hatten am 17.03.06 den Bericht „Anlieger fordern Lärmbegrenzung auf dem Festplatz“ und am 18.03.2006 den Bericht „ Konfliktparteien verhandeln über Osterfeuer“ veröffentlicht. Für Ihre unparteiische Berichterstattung besten Dank.

Aufgrund des Berichtes von Frau Wagner „Osterfeuer: Anlieger wollen Feste stoppen“ im Deister-Anzeiger sind Unstimmigkeiten entstanden, die ich aufklären möchte. Hierzu bitte ich Sie, den anliegenden Leserbrief in der „Aktuellen Woche“ , die in Bennigsen verteilt wird, und in der „NDZ“ zu veröffentlichen.

Lärmbegrenzung beim Osterfeuer auf dem Festplatz in Bennigsen

Der Bericht von Frau Wagner im Deister-Anzeiger (Beilage zur HAZ) vom 17.03.2006 mit der Überschrift „Osterfeuer: Anlieger wollen Feste stoppen“ führte bei einigen Bürgern in Bennigsen zu dem Eindruck, dass die Anwohner des Festplatzes gegen jegliche Veranstaltungen sind und insbesondere das Osterfeuer und Volksfest stoppen wollten. Dies stimmt nicht!

Den Anliegern geht es nur um die Reduzierung der in den letzten Jahren immer stärker werdenden Lärmbelästigungen. Dies kommt in der Unterschriftenliste mit folgendem Text zum Ausdruck:

"Wir, die Unterzeichner, fordern, dass die zunehmenden Lärmbelästigungen in Bennigsen unabhängig von Anlass und Verursacher (z.B. bei der Bennigser Frühjahrssause, dem Osterfeuer, Disco-Veranstaltungen beim Schützenfest, dem Schützenfest selbst, bei Punktspielen und Veranstaltungen der Bennigsen Beavers usw.) generell auf ein für die betroffenen Anwohner verträgliches Maß begrenzt werden und die Verwaltung der Stadt Springe das hierzu jeweils Erforderliche veranlasst.“

Der Inhalt des Schreibens an das Ordnungsamt der Stadt Springe, von dem nur der Bürgermeister Herr Hische und die beiden Ortsratsvorsitzenden Kopien erhielten, ist ohne unsere Erlaubnis an den Deister-Anzeiger gelangt. Der Ortsbrandmeister Thomas Linke interpretiert eine Stimmung und prompt behauptet Frau Heike Wagner ohne Rückfrage bei den Anwohnern, sie wollten die Feste stoppen. Diese einseitige Darstellung baut unnötige Spannungen auf.

Zum Glück gibt es noch Redakteure, die beide Parteien befragen (siehe Berichte in der Neuen Deister Zeitung vom 17. und 18.03.2006).

Gerade als Folge der veränderten Feststruktur sind unter dem Gebot der Rücksichtnahme die Lärmschutzrichtlinien zu beachten. Nach dem Verlauf der Bennigser Frühjahrssause stellen sich folgende Fragen:

Warum konnten sich die Veranstalter nicht an ihre schriftliche Vereinbarung halten?

Warum hat das Ordnungsamt Springe auf die Beschwerden im Namen der betroffenen Anwohner  – wie in seiner Genehmigung selbst zugesagt – nicht  kurzfristig reagiert?

Wie soll künftig darauf vertraut werden, dass die in Richtlinien und von der Rechtssprechung festgelegten Lärmbegrenzungen eingehalten werden sowie die Bässe auf das Zumutbare beschränkt werden?

Als Bürger von Bennigsen haben wir ein Recht, diese Fragen mit der Stadt Springe zu klären, um künftig unzumutbare Lärmbelästigungen bei Veranstaltungen – nicht die Veranstaltung selbst – zu vermeiden. Dieses Recht können auch Bürger, die sich von dem Lärm nicht betroffen fühlen, den betroffenen Bürgern nicht absprechen.

Die Bürger von Bennigsen sollten sich von der Fehlinterpretation im Bericht von Frau Heike Wagner im Deister-Anzeiger von ihrem gemeinsamen Ziel, eine generelle Lärmbegrenzung auf das Zumutbare zu erlangen, nicht abbringen lassen.

Waltraud Haack

 

 

 

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