[Neue Deister-Zeitung]

 

02.02.2008 SSV Bennigsen feiert trotz Festplatz-Streitimg9.gif

31.01.2008 Heimatbund sorgt sich um Zukunft des Volksfestesimg9.gif

15.12.2007 Fest gerettet

Richtigstellung: Volksfest nicht immer auf diesem Platz

30.11.2007 Festplatzstreit kostet 9000 Euro im Jahr

17.11.2007 Kommentar zum 07.11.2007 Wolfgang Kühn

07.11.2007 "Dann ist das gesellschaftliche Leben tot"  

11.07.2007 Gericht vebietetLärm auf Festplatz

05.07.2007 Verwaltungsgericht soll entscheiden

15.06.2007 Festplatzstreit Autoscooter

04.02.2007 Riek glaubt nicht an ein gütliches Ende

02.02.2007 Berichtigung

02.02.2007 Stadt macht Zugeständnisse

23.02.2006 Frühjahrs-Sause mit Krach und Vandalen

17.03.2006 Anlieger fordern Lärmbegrenzung auf dem Festplatz

18.03.2006 Konfliktparteien verhandeln über Osterfeuer

22.03.2006 Osterfeuer: Bahn gibt grünes Licht. Neues Gespräch mit Anliegern geplant

22.03.2006 Lärmbegrenzung auf Festplatz

22.03.2006 Ordnungsamt reagiert nicht

22.03.2006 Osterfeuer, Bahn gibt grünes Licht

25.03.2006 Minderheiten und Scheinheilig

03.04.2006 Osterfeuer: Anwohner und Feuerwehr einigen sich auf Kompromiss

07.04.2006 Krisensitzung zum Bennigser Schützenfest

10.04.2006  Klare Regeln sollen den Dorffrieden retten

15.04.2006 Anwohner verweigern Gespräch mit Rieck

12.06.2006 Noch nie so leise 

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SSV Bennigsen feiert trotz Festplatz-Streit

 

S p r i n g e

SSV Bennigsen feiert trotz Festplatz-Streit

Verein richtet Bürgerkönigsschießen aus

Bennigsen (ndz). Viel Arbeit für Bennigsen hat sich der Schießsportverein (SSV) für dieses Jahr vorgenommen: Der Verein wagt sich erneut an die Organisation des Volks- und Schützenfestes - "trotz der Festplatzproblematik", wie der Vorsitzende Udo Herrmann betonte.

In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Streit mit Anwohnern gegeben, die sich vom Lärm belästigt fühlten und vor Gericht kostspielige Lärmschutzmessungen erstritten. Gefeiert wird trotzdem, und zwar am Wochenende vom 23. bis zum 25. Mai. Außerdem ist der SSV auch der Ausrichter des Pokalschießens zum Fest, und der Verein übernahm auch die Verantwortung für das traditionelle Bennigser Bürgerkönigsschießen.

© Neue Deister-Zeitung, 02.02.2008

 

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Heimatbund sorgt sich um Zukunft des Volksfestes

S p r i n g e

Heimatbund sorgt sich um Zukunft des Volksfestes

Vorsitzender bedauert Lärm-Diskussion / Verein kratzt an der 100-Mitglieder-Marke / Spende für Härtling-Schule

Bennigsen (si). Der Heimatbund Bennigsen will in den nächsten Monaten eine Bank für die Medefelder Straße stiften und der Peter-Härtling-Schule eine Spende in Höhe von 300 Euro überreichen. "Wir müssen wieder einmal etwas Gutes für unser Dorf tun", begründete der Vorsitzende Kurt Abel in der Jahresversammlung.

Seit 25 Jahren Heimatbündler: Helma und Karl-Heinz Otte sowie Elenore Jenkner (r.) sind für ihre Treue geehrt worden. Foto: si

Seine Vorschläge wurden von den Anwesenden begrüßt und für richtig wichtig erachtet. Abel regte außerdem an, der Heimatbund solle sich Gedanken darüber machen, ob er nicht in Kooperation mit einem anderen Bennigser Verein eine so genannte Rentner-Band gründen wolle. In anderen Orten würden solche Gruppen mit viel Erfolg Pflanzaktionen, Ausstellungen oder auch Wettbewerbe organisieren.

n Mitgliederentwicklung: Der Heimatbund hofft, bald die 100-Mitglieder-Marke knacken zu können. Die Chancen dafür stehen gut: Derzeit zählt die Gruppe 98 Aktive und Passive. Um möglichst schnell ans Ziel zu kommen, plant der Heimatbund Werbeaktionen.

n Ehrungen: Für langjährige Mitgliedschaft sind Eleonore Jenkner sowie Karl-Heinz und Helma Otte ausgezeichnet worden. Sie halten dem Verein seit 25 Jahren die Treue.

n Wahlen: Wegen eines Wohnortwechsels scheidet die langjährige Schriftführerin Gerda Kohlenberg aus dem Vorstand aus. Sie wurde mit einen Präsent verabschiedet. Ihre Nachfolgerin ist Ursula Wendt.

n Schützenfest: Betrübt verfolgt der Heimatbund die schier endlose Diskussion über das Bennigser Volksfest. Er bedauert, dass kaum noch ein großer Vereine bereit ist, die Organisation zu übernehmen. Außerdem fragt er sich, wer die jährlichen Kosten für das erforderliche Lärmschutzgutachten aufbringen soll.

n Jahresprogramm: Der Vorsitzende ist mit dem großen Interesse am Programm sehr zufrieden. Auch in diesem Jahr wolle der Verein seinen Mitgliedern viel bieten. Geplant sind wieder vier gemeinsame Essen. Eine Wanderung soll um den Benther Berg führen, eine andere in der Gronauer Masch, in den Harz, in die Bückeberge und um den Hohen Asch im Lipperland.

Eine Tagesfahrt geht nach Buxtehude und ins Alte Land. Darüber hinaus wird das Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl, der Dinosaurierpark Münchehagen, das Oberharzer Wasserregal in Clausthal-Zellerfeld und das VW-Werk in Hannover-Stöcken besucht. Im Mittelpunkt der Vorträge stehen die griechischen Inseln, die Barockstadt Dresden nach dem Wiederaufbau, das antike Rom, das Calenberger Land und deutschen Weine.

© Neue Deister-Zeitung, 31.01.2008

 

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15.12.2007 Fest gerettet

 

S p r i n g e   

Fest gerettet - aber "Tritt" für kleine Ortsteile

9000 Euro für Lärm-Messung am Bennigser Schützenplatz bewilligt / Rieck lädt zur Besprechung ein

Bennigsen (hrt). Die Bennigser Vereine können die Korken knallen lassen: Der Stadtrat übernimmt die 9000 Euro für die vorgeschriebene Lärmschutzmessung beim Schützenfest. Damit ist das Bennigser Fest gerettet. Aber für die kleinen Ortsteile ist es ein Schlag ins Gesicht. In der Stadtratssitzung machte Friedrich Woltmann jun. (Alvesrode) seinem Ärger Luft:

"Das ist unzumutbar gegenüber den kleineren Ortschaften", empörte sich der Christdemokrat. Immerhin: Die sechs kleinsten Ortsteile - neben Alvesrode sind es Alferde, Boitzum, Holtensen, Lüdersen und Mittelrode - erhalten zusammen nur 7900 Euro an Ortsratsmitteln.

Elke Thielmann-Dittert (Bennigsen, Grüne) warb um Verständnis für die Bennigser Vereine, "die damit ihre Vereinskasse ein wenig aufbessern wollen. Wenn der kleine Schießsportverein diese Gelder bezahlen soll, dann ist er dazu nicht in der Lage."

Woltmanns Antrag, die 9000 Euro für das Bennigser Volksfest 2008 zu streichen, fand nur zehn Befürworter (alle CDU). 19 Ratsmitglieder stimmten dagegen, acht enthielten sich bei der Abstimmung. Damit ist das Fest im nächsten Jahr gesichert.

"Es wird auch im Jahr 2008 ein Volksfest in Bennigsen geben, und zwar auf dem Platz, auf dem es immer stattgefunden hat und der ausrichtende Verein wird nicht mit zusätzlichen Kosten belastet, die er ohnehin nicht hätte "schultern" können", freute sich Ortsbürgermeister Hartmut Rieck (CDU), der ebenfalls für Freigabe der Gelder gestimmt hatte.

Er will die Bennigser Vereine im Januar zu einem gemeinsamen Gespräch einladen, um die neue Situation zu erörtern. "Ich selbst werde unter anderem darauf drängen, dass besonders der Autoscooter seine wirklich nervige Tröte abstellt, die die Anwohner noch bei geschlossenem Fenster bis in die Nacht hinein jedes Mal zusammen zucken lässt - es müsste doch technisch möglich sein, Beginn und Ende einer Autoscooter-Fahrt akustisch anders darzustellen", sagt Rieck.

© Neue Deister-Zeitung, 15.12.2007 

Das Volksfest wurde nicht immer auf diesem Platz ausgerichtet.

Siehe Deister-Anzeiger 11.07.2007

"Die Häuser am Festplatz wurden in den siebziger Jahren errichtet.

Seit den achtziger Jahren werden dort Volksfeste gefeiert, seit 2000 mit Disko".

Davor wurden die Volksfeste an verschiedenen Orten gefeiert.

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Festplatzstreit kostet 9 000 Euro pro Jahr

 

Festplatzstreit kostet 9 000 Euro pro Jahr

Stadt will Posten für Lärmschutzgutachten

Bennigsen (kata). Der Festplatzstreit in Bennigsen hat Konsequenzen für den Haushaltsplan 2008. Für Lärmschutzgutachten, die nun für jede Veranstaltung auf dem Festplatz angefertigt werden müssen, sind 9 000 Euro eingeplant worden. Allerdings wurde der Posten von der Politik noch nicht abgesegnet.

Bürgermeister Jörg-Roger Hische sieht derzeit keine andere Möglichkeit als das Geld zu zahlen, wenn man nicht auf das jährliche Fest verzichten wolle. "In Bennigsen können die Vereine den Betrag auf gar keinen Fall wuppen", sagte Hische. Das Geld würde jedes Jahr aufs Neue anfallen, sodass dieVerwaltung es gerne als festen Posten im Haushalt verankert sehen würde, um darauf zurückgreifen zu können. "Wir sollten da einen Ansatz bilden", forderte Hische den Finanzausschuss auf. Die Situation werde sich erst dannändern, wenn die Anwohner, die den Lärmschutz gerichtlich erwirkt hatten, wegziehen würden, so Hische.

Ralf Roddau (CDU) wollteüber das Thema vorerst noch nicht abstimmen und es in seine Fraktion tragen. "Darüber müssen wir noch reden", sagte der Christdemokrat. Es bestehe außerdem die Gefahr, dass die Situation in Bennigsen auch auf andere Ortsteile überschwappen könnte. So wurde scherzhaft der Vorschlag in den Raumgestellt, für alle Ortsteile einen zentralen Festplatz irgendwo in der Feldmark einzurichten, damit kein Anwohner mehr durch die Lärmemissionen gestört werden könne. "Oder", so schlug der erste Stadtrat Hermann Aden schmunzelnd vor, "wir könnten auch alle Feste nach Eldagsen verlegen. Da kämekeiner auf die Idee, sich zu beschweren."

© Neue Deister-Zeitung, 30.11.2007

 

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07.11.2007 "Dann ist das gesellschaftliche Leben tot"

S p r i n g e

"Dann ist das gesellschaftliche Leben tot"

Ratlosigkeit in Bennigsen: Wer trägt die Kosten für die Lärmmessungen beim Volksfest

Bennigsen (mf). Gibt es in Bennigsen bald keine Schützen- und Volksfeste mehr? Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover sind Ortsrat und Vereine ratlos: Keiner weiß, wie die künftig vorgeschriebenen Lärmmessungen bezahlt werden sollen. Die Veranstaltungen stehen damit auf der Kippe

"Es geistern Summen von mehreren tausend Euro herum", weiß Ortsbürgermeister Hartmut Rieck (CDU). Zu viel für die veranstaltenden Vereine, die in der Regel vom Fstwirt nur einen kleinen Obolus erhalten. Es sei allerdings auch nicht zu erwarten, dass der Festwirt oder gar die Stadt für die Kosten aufkommen werden. Letztere müsste befürchten, auch in anderen Ortsteilen zur Kasse gebeten zu werden, etwa in Springe, wo es ebenfalls Beschwerden im Zusammenhang mit dem dortigen Volksfest gab.

Wie berichtet, waren Anwohner des Bennigser Schützenplatzes vor Gericht gezogen, weil sie sich vom hohen Geräuschpegel des Festes gestört fühlten. Mit Erfolg: Die Richter verhängten zahlreiche Auflagen - unter anderem besagte Lärmmessungen. Durchgeführt werden müssen sie an allen drei Festtagen von Fachleuten - was entsprechend teuer ausfallen dürfte.

"Wären es nur ein paar hundert Euro, hätten sich alle Beteiligten die Kosten geteilt", meint Rieck. Wenn sie sich allerdings im vierstelligen Bereich bewegten, müsse auch der Ortsrat passen. Dass die Vereine ein finanzielles Risiko nicht eingehen wollen, kann der Bürgermeister nur gut verstehen. "Die werden sich nicht verschulden für ein Schützenfest."

Konsequenz: Wenn niemand zu zahlen bereit oder in der Lage ist, bleibt nur die Möglichkeit, abends pünktlich um 23 Uhr die Musik abzuschalten und den Autoscooter zu schließen. In diesem Fall wären Lärmmessungen entbehrlich. Die noch traurigere Alternative: Es finden keine Feste mehr statt. "Für das gesellschaftliche Leben in Bennigsen wäre das der Tod", ist SPD-Fraktionssprecher Volker Gniesmerüberzeugt.

Im Januar will sich der Ortsrat mit Vertretern aller Vereine an einen Tisch setzen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

© Neue Deister-Zeitung, 07.11.2007

 

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17.11.2007 Kommentar von Wolfgang Kühn

 

 

Die einzige und richtige Lösung ist die Folgende!:

Nicht die Vereine tragen die Kosten, auch nicht eventuell die Steuerzahler,

sondern Herr Roger Hische (Bürgermeister Springe)  und Herr Karsten Kohlmeyer ( Ordnungsamt Springe) ! Beide sind dafür verantwortlich, dass es zu diesem Rechtsstreit kam.

Selbst im laufenden Verfahren haben sie nicht die Möglichkeit genutzt, eventuelle Maßnahmen des Gerichts abzuwenden. Siehe Text in der Urteilsbegründung:

"Andererseits ist nicht ersichtlich, wie den Belangen der Klägerin auf andere Weise Rechnung getragen werden könnte, wenn die Beklagte ihrerseits zugesagte Lärmminderungsmaßnahmen ohne Grund nicht durchführt und damit dokumentiert, die Belange der Anwohner nicht ernst nehmen zu wollen."

 Wolfgang Kühn 17.11.2007

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11.07.2007 Gericht vebietet Lärm auf Festplatz

 

 

Springe

Gericht verbietet Lärm auf Festplatz

Stadt unterliegt in Rechtsstreit

Bennigsen (hrt). Lärmverbot für das Schützenfest: Im Bennigser Festplatz-Streit entschied gestern das Verwaltungsgericht Hannover zugunsten der Anwohnerin Waltraud Haak. Künftig müssen Lärmgrenzen eingehalten und kontrolliert werden.

Richter Ingo Behrens urteilte, dass zwischen 23 und 7 Uhr die Lautstärke von 55 Dezibel (A) nicht überschritten werden darf. Die Stadt muss nun das Fest durch eine anerkannte Mess-Stelle begleiten lassen und die Musikanlagen einpegeln. Das heißt, dass auf den Reglern der Verstärker mit einem Strich markiert wird: "Bis hier und nicht weiter." Wird es lauter, kann das Fest abgebrochen werden.

Der Richter begründete das Urteil mit dem Verhalten der Stadt. "Handelt es sich um ein seltenes Ereignis, darf man die Grenze von 55 Dezibel (A) in Ausnahmefällen überschreiten, aber die Stadt muss sich grundsätzlich bemühen, sie einzuhalten", so Gerichtssprecherin Antje Niewisch-Lennarzt. Das sei in Bennigsen nicht passiert. Ein städtischer Mitarbeiter, der die Einhaltung kontrollieren sollte, habe das Fest um 23 Uhr verlassen. Auch sprach gegen Springe, dass trotz Absprache die Anlage nicht eingepegelt wurde.

Vor allem der Autoscooter war ausschlaggebend. Zeuge Peter Paasch, Chef des gastgebenden WSV, sagte, er könne sich nicht an die Hupe erinnern, doch Wolfgang Kühn, Anwohner und Lebensgefährte der Klägerin, hatte eine Dokumentation erstellt und minutengenau vermerkt, wann die Hupe ertönt war.

Die Prozesskosten trägt zu zwei Dritteln die Stadt, ein Drittel muss die Klägerin zahlen, da sie in zwei Punkten unterlag: Sie wollte eine ruhigere Zeit von 22 bis 6 Uhr statt von 23 bis 7 Uhr und die Begrenzung auf alle anderen Großereignisse ausweiten, was der Richter nicht einsah.

Anwalt Holger Jacobj, der die Stadt vertrat, meint: "Das Dumme war, dass sich im Gericht die Auffassung durchgesetzt hat, die Stadt hätte ihre Möglichkeiten nicht hundertprozentig ausgeschöpft." Man habe zwar angeordnet, dass die Hupe nach 23 Uhr abgestellt werden sollte - aber das sei nicht kontrolliert worden.

"Wir haben Fehler gemacht, das können wir nicht bestreiten", räumt Bürgermeister Jörg-Roger Hische ein. Er ist besorgt, dass nun Anwohner weiterer Festplätze klagen. "Wir überlegen, ob wir Rechtsmittel einlegen."

Zufriedenäußerte sich Gewinnerin Haak: "Wir wollen keinem die Festfreude verderben. Wenn die es schaffen, im nächsten Jahr die Werte einzuhalten, gehen wir auch gern wieder aufs Fest."

© Neue Deister-Zeitung, 11.07.2007

 

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05.07.2007 Verwaltungsgericht soll entscheiden

 

 

 

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15.06.2007 Festplatzstreit Autoscooter

 

 

Springe

Festplatz-Streit kommt vor Verwaltungsgericht

Anwohnerin beklagt sich: "Durch die Bässe des Autoscooters war es noch lauter als im Vorjahr"

Bennigsen (hrt). Kein Frieden am Festplatz: Nach den Erfahrungen des Bennigser Schützenfestes hat Anwohnerin Waltraud Haak ihren Willen bekräftigt, vor Gericht ihre Nachtruhe zu erstreiten. Im Februar hatte das Verwaltungsgericht beschlossen, dass die Verhandlung erst nach dem Fest beginnen solle - in der Hoffnung, dass sich vielleicht durch ein etwas leiseres Fest die Wogen etwas glätten.


Für viele ein Riesenspaß - für andere einfach nur Krach: der Autoscooter auf dem Bennigser Fest.

Vergebens, wie die Klägerin jetzt auf NDZ-Anfrage erklärte: "Das Verfahren läuft weiter." Vor allem, da das Fest dieses Jahr noch lauter gewesen sei als in den vergangenen Jahren. Zwar hatten die Organisatoren das Festzelt diesmal aus Lärmschutzgründen weit hinten auf dem Gelände und von den Häusern entfernt aufgebaut - aber dafür war auf dem frei gewordenen Platz der Autoscooter hinzugekommen. "Durch die Bässe des Autoscooters war es noch lauter als im Vorjahr", ärgert sich Haak.

Im Vorfeld hatte es bereits vor dem Verwaltungsgericht in Hannover einen Antrag auf zusätzliche Lärm-Messungen gegeben, berichtet Karsten Kohlmeyer, der stellvertretende Leiter des Springer Ordnungsamtes. Die Klage wurde abgelehnt, daraufhin gingen die Kläger bis zum Oberverwaltungsgericht in Lüneburg. Doch auch die Lüneburger Richter entschieden, es sei nicht mehr Lärm zu erwarten als im Vorjahr, und hielten darum eine Messung für überflüssig. Der Antrag sei "zulässig, aber nicht begründet".

Anwohnerin Haak hatte jedenfalls am Sonntag gegen 22 Uhr die Nase voll und rief die Polizei. Kohlmeyer, der zu diesem Zeitpunkt ebenfalls auf dem Platz anwesend war, berichtet, er habe daraufhin mit dem Autoscooter-Betreiber gesprochen, der die Lautstärke dann etwas herabgedreht habe.

Ein Termin für die Hauptverhandlung vor dem Verwaltungsgericht steht noch nicht fest. Kohlmeyer geht jedoch davon aus, dass die Angelegenheit bis zum nächsten Fest in Bennigsen entschieden sein wird.

© Neue Deister-Zeitung, 15.06.2007

 

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04.02.2007 Riek glaubt nicht an ein gütliches Ende

 

Springe

Rieck glaubt nicht an ein gütliches Ende des Streits

"Ich fürchte, dass die Gegenseite weiter klagt"

Bennigsen (mf). Der Bennigser Festplatz-Streit - Ortsbürgermeister Hartmut Rieck glaubt nicht an ein baldiges Ende. Auch nach dem Erörterungstermin vor dem Verwaltungsgericht Hannover habe er wenig Hoffnung auf eine dauerhaft gütliche Einigung. "Ich fürchte, dass das alles nichts nützen und die Gegenseite weiter klagen wird", sagte er gestern im NDZ-Gespräch. Schließlich habe auch der Ortsrat gegenüber den über Lärm klagenden Anwohnern "einen Haufen Zugeständnisse" gemacht. "Eigentlich hielt ich die Sache damit für ausgestanden", so Rieck.

Wie berichtet, hatte die Stadt Springe nach dem Erörterungstermin am Donnerstag angekündigt, teilweise auf die Forderungen der Anwohner eingehen zu wollen. So soll beim Volksfest die Musikbeschallung gedrosselt und zeitlich begrenzt werden.

Waltraud Haack, die vor das Verwaltungsgericht gezogen war, stellte gestern noch einmal klar: "Das Klageverfahren ruht bis nach dem Volksfest 2007."

Unabhängig vom Verlauf des Festes glaubt Rieck nicht, dass das Thema danach vom Tisch ist. "Wahrscheinlich ist es für die Zukunft aber auch besser, wenn das Gericht klare Vorgaben macht."

© Neue Deister-Zeitung, 03.02.2007

 

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02.02.2007 Berichtigung

 

Waltraud Haack                                                                                  02.02.2007

Carl-Diem-Str. 20

31832 Springe

NDZ

Chefredakteur Fügmann

Ihr Artikel vom 02.02.07 „Festplatz-Streit: Stadt macht Zugeständnisse“

Sehr geehrter Herr Fügmann, aufgrund Ihrer gestrigen telefonischen Anfrage teilte ich mit: „Das Klageverfahren ruht bis nach dem Volksfest 2007.“

Im letzten Absatz Ihres Artikels heißt es fälschlich: „Sie wolle zunächst abwarten, ob das nächste Osterfeuer tatsächlich leiser als sonst über die Bühne geht.“

Das  Osterfeuer hatte ich nicht erwähnt!

Vielmehr verwies ich darauf, dass beim Volksfest 2006 nach dem Gutachten des Sachverständigen Überschreitungen der Lärmwerte gemessen wurden, obwohl die Veranstalter Kenntnis von der Messung hatten.

Im 4. Absatz schreiben Sie „angeblichen“ Lärm. Damit wird suggeriert, dass gar kein Lärm vorhanden war. Es ist richtig zu stellen: „Sie und einige andere Anwohner hatten sich im vergangen Jahr wiederholt bei der Stadt über für sie unzumutbaren Lärm beklagt.

Was Sie unter Ortstermin verstehen, entzieht sich meiner Kenntnis. Tatsächlich fand der

Erörterungstermin (also auch nicht Anhörungstermin) beim Verwaltungsgericht in Hannover

statt und kein Ortstermin auf dem Festplatz in Bennigsen. 

Ich bitte Sie, in der nächsten Ausgabe eine entsprechende Berichtigung vorzunehmen.

Bitte teilen Sie mir die Erledigung unter Mail: Wolfgangkühn1@aol.com mit.

Für evtl. Rückfragen können Sie sich unter 05045-9110023 melden.

Mit freundlichen Grüßen

Waltraud Haack

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02.02.2007 Stadt macht Zugeständnisse

 

Springe

Festplatz-Streit: Stadt macht Zugeständnisse

Gestern Ortstermin mit Gericht und Klägerin: Verwaltung will "auf Frühjahrssause verzichten"

Bennigsen (mf). Im Streit um den Bennigser Festplatz ist die Stadt zu Zugeständnissen bereit. Bei einem Anhörungstermin, den das Verwaltungsgericht gestern vor Ort anberaumt hatte, erklärten sich ihre Vertreter bereit, auf die Forderungen der Anwohner einzugehen.

So soll die "Frühjahrssause" künftig nicht mehr auf dem Festplatz stattfinden dürfen. Genutzt werden solle der Platz ausschließlich für "Brauchtumsveranstaltungen" - sprich Volksfest und Osterfeuer. Und auch für sie will die Verwaltung notgedrungen Auflagen erlassen, damit die Anwohner möglichst wenig Lärm ausgesetzt sind. Wie dies im einzelnen geschehen soll, ist noch unklar.

Sicher ist, dass nicht nur eine Geräuschobergrenze für die Musikbeschallung festgelegt werden soll, sondern auch eine zeitliche Beschränkung der Festveranstaltungen. Das Gericht hatte durchblicken lassen, dass die Anwohner ein Anrecht auf solche Schutzmaßnahmen haben.

Klägerin Waltraud Haak, die das Verwaltungsgericht angerufen hatte, zeigte sich gestern mit der Entwicklung zufrieden: "Ich gebe der Stadt eine zweite Chance, die Sache zu regeln", sagte sie gegenüber der NDZ. Sie und einige andere Anwohner hatten sich im vergangenen Jahr wiederholt bei der Stadt über angeblichen Lärm beklagt. Weil es nicht zu einer Einigung kam, zog Haak vor Gericht.

Bürgermeister Jörg-Roger Hische räumte gestern ein, dass die Stadt Zugeständnisse machen müsse. Eine ständige Überwachung der Veranstaltungen werde es aber nicht geben. "Das ist nicht leistbar." Die Stadt werde allerdings dafür sorgen, dass die Festaktivitäten künftig besser abgeschirmt werden.

Haak selbst gab zu verstehen, dass sie ihre Klage auch nach dem Ortstermin nicht zurückziehen wird. Sie wolle zunächst abwarten, ob das nächste Osterfeuer tatsächlich leiser als sonst über die Bühne geht. Bei Ortsrat und Vereinen waren die Proteste der Anwohner auf Unverständnis gestoßen.

© Neue Deister-Zeitung, 02.02.2007

 

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23.02.2006 Frühjahrs-Sause mit Krach und Vandalen

S p r i n g e 

"Frühjahrs-Sause" mit Krach und Vandalen?

Gerettet: Fünf Tage Feststimmung in Bennigsen starten heute / Wirt und Anwohner einigen sich

Bennigsen (hrt). "Bennigser Frühjahrssause" - voll ins Wespennest gestochen hatte der Wirt Detlef Witt, als er dieses Festprogramm ankündigte. Fünf Tage Krach und Vandalen auf dem Bennigser Festplatz, das befürchten die Anwohner, die ohnehin aufs Äußerste gereizt sind durch Ärger mit Jugendlichen und Pläne des Ortsrates, einen Bolzplatz einzurichten.

Die Wogen gingen hoch, als das Ordnungsamt dem Organisator Witt ("Bennexer Brauhaus") sein Fest für die Zeit vom heutigen Donnerstag bis zum Montag, 27. März, genehmigte. Die Drohung mit einer einstweiligen Verfügung stand im Raum, Witt konterte mit dem Hinweis, die Anwohner für die geschätzten 20 000 Euro Einnahmen haftbar zu machen. "Ich habe das Gefühl, dass ich hier zwischen die Fronten geraten bin", stellte der Wirt verblüfft fest. Dass möglicher Fest-Lärm auf diesem Platz solchen Sprengstoff barg, habe er nicht geahnt. Ein Druckfehler im Handzettel zur Fete, auf dem die Sause mit dem Zusatz "open end" angekündigt wurde, heizte die Stimmung zusätzlich an.

Gestern, einen Tag vor dem geplanten Festbeginn, trafen sich die beiden Streitparteien zu einem klärenden Gespräch im "Bennexer Brauhaus". Mit von der Partie waren Ortsbürgermeister Hartmut Rieck und der stellvertretende Ordnungsamtsleiter Karsten Kohlmeyer. Die Anwohner, vertreten durch Wilfried Dettmar, Alfred Brüning, Helmut Semmler und Wolfgang Kühn, machten geltend, dass rechtlich nurfünf Tage "Ausnahmeereignisse" mit hoher Lärmbelastung erlaubt seien.

Mit Schützenfest und Osterfeuer sei das schon fast ausgeschöpft. Im Ernstfall, so die Drohung, werde man dann gegen das Schützenfest angehen. Die Gruppe habe es satt, ständig nach Festen ihre zerstörten Gartenzäune wieder zu reparieren und ihre Vorgärten zu reinigen.

Das etwa einstündige Gespräch führte jedoch zu einer für beide Seiten akzeptablen Einigung:

? Bei der "Frühjahrssause" ist nachts um 1 Uhr Schluss mit dem Fest. Ausnahmen sind die Nacht von Freitag auf Sonnabend und die Nacht von Sonnabend auf Sonntag, in denen bis drei Uhr gefeiert werden darf.

? Der Lärm darf am nächstgelegenen Wohnhaus nur 55 Dezibel betragen. Gemessen wird mit Witts geeichtem Messgerät.

? Der Abbau am Dienstagmorgen beginnt nicht vor 7 Uhr.

? Witt haftet für eventuelle Vandalismusschäden bei den vier Anwohnern Dettmar, Brüning, Semmler und Kühn.

"Die Zusammenarbeit mit dem Ausrichter war von vornherein positiv", würdigte Kühn nach der Einigung die Gespräche. Witt habe von Anfang an das Gespräch mit den Anwohnern gesucht und sei auf sie zugekommen. "Es tut uns Leid, dass Herr Witt ins Kreuzfeuer geraten ist", stellt Kühn klar. Das Problem habe mit der Stadtverwaltung bestanden, die diese "Sause" genehmigt habe, und mit dem Ortsrat, der einen Bolzplatz einrichten wolle. Auch die Sitzbank am Platz, an der sich immer wieder Jugendliche sammelten und laut würden, habe bereits seit Jahren für Verstimmung gesorgt.

 

© Neue Deister-Zeitung, 23.02.2006

 

 

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17.03.2006 Anlieger fordern

Lärmbegrenzung auf dem Festplatz

 S p r i n g e 

Anlieger fordern Lärmbegrenzung auf Festplatz

Organisator der Frühjahrs-Sause hat sich nicht an Kompromiss gehalten / Politiker vertagen Thema

Bennigsen (cz). Dass die Besucher der "Frühjahrs-Sause" mit einem Kater rechnen müssen, war wohl abzusehen, aber dass sich die Nachwehen des Festes im Süllbergort durch das ganze Jahr ziehen könnten, sicher nicht. Den Tagesordnungspunkt "Zukünftige Nutzung des Festplatzes für öffentliche Veranstaltungen" haben die Politiker zwar vertagt - sie hatten die Verwaltungsvorlage zu einem Muster-Rahmenvertrag für Veranstalter erst kurzfristig erhalten -, aber in der Fragestunde der Zuhörer schlugen die Wellen der Empörung wieder hoch.

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Der Krach der "Frühjahrs-Sause" gab den Ausschlag - jetzt stehen alle Veranstaltungen auf dem Festplatz - inklusive Osterfeuer - auf dem Prüf stand.

Dabei ging es nicht allein um die fünftägige Sause vom Februar, sondern nun geriet die nächste Großveranstaltung in die Kritik - das Osterfeuer. Einige der Anlieger stellten in Frage, ob das Feuer tatsächlich, wie vorgeschrieben, 100 Meter von dem nächsten Wohnhaus entfernt sei. Diesem Einwand konnte Ortsbrandmeister Thomas Linke wenig abgewinnen: "So wie ich das sehe, will man uns das Osterfeuer verbieten. Wir machen das schon 20 Jahre da oben, jetzt gibt es auf einmal Probleme. Das kann ich nicht verstehen."

Und tatsächlich schien es bei der hitzigen Debatte nicht primär um das Osterfeuer zu gehen: Wolfgang Kühn, dessen Haus nur wenige Meter vom Festplatz entfernt liegt, räumte auf NDZ-Anfrage ein, dass er im Internet geforscht habe, "was die Stadt hier darf und was wir nicht hinnehmen müssen". Dabei sei er auf die Rahmenbedingungen für das Osterfeuer gestoßen. Ziel der Anlieger sei es weder, das Feuer noch das Schützenfest zu verbieten, aber sie fordern "unstrittige Lärm- und Schließzeiten" für öffentliche Veranstaltungen, so Kühn. Für eine Lärmbegrenzung haben sich 54 Anwohner auf einer Unterschriftenliste verewigt.

Auslöser des neuerlichen Protests - schon im Vorfeld der Frühjahrs-Sause hatten Anlieger gegen das Fest mobil gemacht - war, dass ein kurz vor dem Fest erarbeiteter Kompromiss nicht eingehalten worden sei. Der Veranstalter habe sich nicht an die Höchstgrenze der Lautstärke (55 Dezibel) und die Sperrzeit (1 Uhr) gehalten. "Uns sind hier die Ohren weggeflogen", erinnert sich Kühn.

Die Protestler hätten ein Schreiben an die Stadt gerichtet und warten derzeit auf eine Antwort. Aus dem Ordnungsamt war gestern zu hören, dass eine Genehmigung für das Osterfeuer - der Antrag liegt vor - noch nicht erteilt wurde. Karsten Kohlmeyer, stellvertretender Ordnungsamtsleiter, bestätigte, dass bei derBennigser Ortswehr angefragt habe, ob es alternative Brandplätze gebe: "Auch wenn man im Recht ist, bleibt die Frage, ob man sich diesen Ärger antun will. Das wird auf jeden Fall Zank geben", so Kohlmeyer.

© Neue Deister-Zeitung, 17.03.2006

 

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18.03.2006 Konfliktparteien verhandeln über Osterfeuer

 

S p r i n g e 

Konfliktparteien verhandelnüber Osterfeuer

Jetzt muss jede Veranstaltung einzeln verhandelt werden / Bennigser Sause wird es wohl nicht mehr geben

Bennigsen (cz). Das Osterfeuer und das Schützenfest in Bennigsen gehen schweren Zeiten entgegen. Dass der Ortsrat vorerst noch keinen Beschluss zu einem von der Stadtverwaltung erarbeiteten Entwurf über die Nutzungsbedingungen für den Festplatz gefasst hat, heißt nicht, dass dort alles so laufen kann wie bisher: "Ich habe keine Lust etwas zu genehmigen, was hinterher durch eine einstweilige Verfügung oder die Polizei wieder abgedreht wird", erklärte der Springer Bürgermeister Jörg-Roger Hische gestern auf Anfrage der Neuen Deister-Zeitung.

Hintergrund: Nachdem bei der Frühjahrs-Sause im Februar eine Vereinbarung bezüglich der maximal erlaubten Lärmemission verletzt worden sei, stiegen Anwohner des Festplatzes in der Ortsratssitzung auf die Barrikaden. Da die Bennigser Ortsratsmitglieder die Entscheidung über einen Grundsatzbeschluss allerdings bis zur nächsten Sitzung vertagt haben - diese wird im Juli, also nach dem Schützenfest einberufen -, müsse nun über jede Veranstaltung einzeln verhandelt werden: "Wir werden zunächst versuchen, eine Vereinbarung hinzubekommen, so dass das Osterfeuer da stattfinden kann", sagte Hische. Der "Krisengipfel" mit Vertretern der Anwohner, des Ortsrates, dem Ortsbrandmeister Thomas Linke und Hische selbst soll in der kommenden Woche steigen.

Hische hält es durchaus für denkbar, dass beim Osterfeuer auf Musik aus dem Lautsprecher verzichtet werden könne, um so die Lärmbelästigung für die Anwohner in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Größeres Konfliktpotenzial berge dagegen der Disco-Abend des für Juni geplanten Schützenfestes, der für den Veranstalter eine der Haupteinnahmequellen sei. "Ich habe Verständnis dafür, dass die Anwohner sich gestört fühlen. Die Freiheit des Einen hört eben da auf, wo die Freiheit des Anderen anfängt", so Hische. Ob ein erneuter Kompromiss mit Disco möglich ist, hänge vor allem davon ab, wie die Stadt letztlich dafür sorge, dass eine vorher getroffene Vereinbarung auch tatsächlich eingehalten wird, betonte Waltraud Haack, eine Sprecherin der Anlieger.

Eins scheint aber schon jetzt sicher: "Eine Bennigser Frühjahrs-Sause wird so schnell wohl nicht mehr durchgeführt", prognostiziert der Springer Bürgermeister.

© Neue Deister-Zeitung, 18.03.2006

 

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22.03.2006 Osterfeuer: Bahn gibt grünes Licht.

Neues Gespräch mit Anliegern geplant

   S p r i n g e  22.03.2006

Osterfeuer: Bahn gibt grünes Licht

Neues Gespräch mit Anliegern geplant

Bennigsen (hrt). Bennigsen ohne Osterfeuer? Der Streit zwischen Fest-Freunden und Festplatz-Anwohnern schwelt weiter. Eins aber ist gestern geklärt worden: Der Abstand zur Bahnlinie ist offenbar ausreichend. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Ortsbrandmeister Thomas Linke, Ordnungsamtsleiter Reinhard Schäfermeier und Vertretern der Bahn.

Wie Bahn-Sprecher Holger Bajohran mitteilte, gebe es von Seiten seines Unternehmens keine Bedenken gegen den derzeitigen Standort. Im Ortsrat war spekuliert worden, ob außer den Anwohnern nicht auch die Bahn etwas gegen dies Feuer haben könnte.

Schäfermeier und Linke planen für nächste Woche ein Gespräch mit den Anwohnern. "Auch die Feuerwehr muss die Lärmschutzrichtlinien einhalten", versichert Schäfermeier mit Hinblick auf die lärmgeplagten Anwohner. Erlaubt seien 70 Dezibel am Tag und 55 Dezibel in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr.

Wenig Verständnis für die Festplatz-Gegner zeigt die CDU Bennigsen. In einer Presseerklärung betont der Vorsitzende Stefan Zalesinski, die Vereine als Fest-Organisatoren könnten auf Unterstützung seiner Partei zählen - besonders wenn es um Volksfest und Osterfeuer gehe. Bei denen, die das Feuer infrage stellen, handele es sich um "einige wenige Anwohner". Zalesinski meint: "Unumwunden gaben diese Anwohner bei der Ortsratssitzung zu, dass ihr Ziel sei, den Festplatz an dieser Stelle zu entfernen." Immerhin würden schon seit Jahren Volksfest und Osterfeuer dort ausgetragen. "Es ist gut, dass es Vereine und Organisationen in Bennigsen gibt, die sich um die Gemeinschaft eines Dorfes mehr Gedanken machen als Anwohner, die sich nicht nur durch Feiern auf dem Festplatz gestört fühlen, sondern auch durch plärrende Bahndurchsagen oder Zugverkehr", schreibt er.

"Wir brauchen die Vereine, die für unseren Ort Veranstaltungen ausrichten und Lebensqualität für junge und alte Menschen ermöglichen. Daher fordern wir die Stadt auf, die Gemeinschaft in unserer Heimat Bennigsen nicht sterben zu lassen und einen Vertrag gemeinsam mit dem Ortsrat festzulegen, der zur Not auch gerichtlich mit den Anwohnern geklärt werden muss", so die CDU.

Wolfgang Kühn, ein Sprecher der Anwohner, betont dagegen: "Der Eindruck, dass die Anwohner gegen jegliche Veranstaltungen sind und Osterfeuer und Volksfest stoppen wollen, stimmt nicht." Es gehe nur um die immer stärker werdende Lärmbelästigung.

© Neue Deister-Zeitung, 22.03.2006

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22.03.2006 Lärmbegrenzung auf Festplatz

 

 

 

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22.03.2006 Ordnungsamt reagiert nicht

 

 

 

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22.03.2006 Osterfeuer, Bahn gibt grünes Licht

 

 

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25.03.2006 Minderheiten und Scheinheilig

 

 

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03.04.2006 Osterfeuer: Anwohner und Feuerwehr

einigen sich auf Kompromiss

S p r i n g e  03.04.2006

Teilerfolg im Schützenplatz-Streit

Osterfeuer: Anwohner und Feuerwehr einigen sich auf Kompromiss

Bennigsen (mf). Im Streit um die Nutzung des Schützenplatzes wurde zumindest für das Osterfeuer ein Kompromiss gefunden. Vertreter von Feuerwehr und Stadt einigten sich mit den Anwohnern darauf, die Veranstaltung wie in den Vorjahren durchzuführen. Allerdings soll die Musik ab 22 Uhr leiser gedreht werden.

Entsprechende Informationen der NDZ bestätigte Ortsbrandmeister Thomas Linke gestern auf Anfrage. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte es in der vergangenen Woche ein Krisengespräch im Bennigser Gerätehaus gegeben, an dem neben Feuerwehr und Anwohnern auch Stadtbürgermeister Jörg-Roger Hische und Ortsbürgermeister Hartmut Rieck teilnahmen. Rieck begrüßte die Einigung als Etappensieg. Noch keine Lösung gibt es für das Volks- und Schützenfest. Darüber soll nach Angaben des Ortsbürgermeisters am 7. April auf einer gemeinsamen Sitzung aller Vereinsvorstände gesprochen werden.

© Neue Deister-Zeitung, 03.04.2006

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07.04.2006 Krisensitzung zum Bennigser Schützenfest

 S p r i n g e  07.04.2006

Krisensitzung zum Bennigser Schützenfest

Rieck will Ortsrat einberufen / Ausrichter brauchen Rechtssicherheit / Vereine und Verbände tagen

Bennigsen (hrt). Können die Bennigser ihr Schützenfest feiern - oder müssen sie sich Fetenmusik und Tanznächte auf dem Festplatz aus dem Kopf schlagen? Bürgermeister Hartmut Rieck will jetzt eine außerordentliche Ortsratssitzung einberufen, um eine Entscheidung zu fällen. Anwohner hatten sich über Lärm auf dem Platz beschwert.

"Wir müssen noch vor dem Fest darüber entscheiden. Die Veranstalter brauchen in jedem Fall Rechtssicherheit", begründet Rieck den Entschluss. Der Ortsrat werde voraussichtlich Ende April oder Anfang Mai tagen.

Die Zeit drängt. Das Fest, das dieses Jahr vom Schießsportverein SSV Bennigsen ausgerichtet wird, soll im Juni gefeiert werden. Bis dahin müsste eine Einigung mit den verärgerten Anwohnern erreicht sein.

Sie hatten sich schon mehrfachüber den Lärm bei Veranstaltungen auf dem Festplatz beschwert. Eskaliert war der Streit, als der Bennigser Wirt Detlef Witt den Platz für eine fünftägige "Frühjahrssause" genutzt hatte. Die Anwohner drohten daraufhin damit, nun gegen das Osterfeuer und das Volks- und Schützenfest vorgehen zuwollen. Auch eine Unterschriftenliste gegen den Krach haben sie vorgelegt.

Inzwischen sind Feuerwehr und Anwohner in Gesprächen einig geworden, so dass das Osterfeuer wie gewohnt brennen kann. "Ich bin zuversichtlich, dass wir auch für das Schützenfest zu einer einvernehmlichen Lösung kommen", meint Rieck. Unbedingt abwarten will er vor der Einladung an die Ratsmitglieder aber noch das Ergebnis der heutigen Sitzung der Bennigser Vereine und Verbände. Die Feuerwehr hat die Vorstände von 42 örtlichen Vereinigungen eingeladen, um über das Schützenfest zu sprechen.

© Neue Deister-Zeitung, 07.04.2006

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10.04.2006  Klare Regeln sollen den Dorffrieden retten

 

 

   S p r i n g e  10.04.206

Klare Regeln sollen den Dorffrieden retten

Streit um den Festplatz Bennigsen: Bürgermeister will Schützenfest als Sonderereignis einstufen

Bennigsen (nn). Grünes Licht für das Volks- und Schützenfest vom 9. bis 11. Juni auf dem Bennigser Festplatz: Ortsbürgermeister Hartmut Rieck will die letzten Hürden in einem Gespräch am 20. April mit den Fest-Ausrichtern und mit den Anliegern aus dem Weg räumen.

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Hartmut Rieck sieht das Volks- und Schützenfest nicht in Gefahr.

"Wir haben es bislang immer geschafft, unser Volksfest auf die Beine zu stellen. Und wir werden es auch dieses Jahr wieder schaffen", zeigte sich Rieck jetzt beim Treffen derörtlichen Vereinsvorstände im Gasthaus "Schwägermann" voller Zuversicht.

Klare "Spielregeln" sollen dafür sorgen, dass Zank und Streit um die Festplatz-Nutzung künftig ausbleiben. Laut Rieck hat die Stadtverwaltung eine Drucksache erarbeitet, die die rechtlichen Grundlagen für künftige Feiern auf dem Festplatz schafft sowie einen Gastspielvertrag für den jeweiligen Ausrichter vorsieht. "Dann erhalten wir Rechtssicherheit sowohl für die Veranstalter als auch für die Anwohner", erklärte der Ortsbürgermeister.

Laut bundesweitem Gesetz sind für "seltene Ereignisse" - wie einem Volksfest oder einem Osterfeuer - erhöhte Grenzwerte bis zu 70 Dezibel tagsüber sowie höchstens 55 Dezibel nachts (22 bis 6 Uhr) erlaubt. Allerdings gilt die Ausnahme nur an maximal 18 Tagen pro Jahr.

Welche Veranstaltungen in Bennigsen "seltene Ereignisse" sind, darüber habe der Ortsrat zu befinden. "Ich werde vorschlagen, zumindest unser jährliches Volksfest und das Osterfeuer zu berücksichtigen", kündigte Rieck an.

Die zulässigen Immissionswerte solle der Ortsrat dann zusätzlich im Gastspielvertrag mit dem Festveranstalter schriftlich festlegen - ebenso die Bestimmungen zur Reinigung des Platzes und der angrenzenden Straßen, die Aufstellung des Toilettenwagens oder die Sperrzeiten. "So wollen wir sicherstellen, dass uns niemand an die Karre fährt", betonte Rieck.

Zu einer Sondersitzung des Ortsrates lädt der Bürgermeister nun doch nicht ein. Er will aber die nächste reguläre Sitzung auf Mai vorverlegen. Außerdem bittet Rieck zu einer Volksfest-Besprechung am 20. April in seine privaten vier Wände - unter Beteiligung der Festplatz-Anwohner sowie des Schießsportvereins (Fest-Ausrichter 2006) und des Wassersportvereins (Veranstalter 2007).

© Neue Deister-Zeitung, 10.04.2006

Aufgrund dieses Aktikels ging folgendes Schreiben an die Stadt Springe. Klick hier

 

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15.04.2006 Anwohner verweigern Gespräch mit Rieck

 

   S p r i n g e 

Anwohner verweigern Gespräch mit Rieck

Bennigser Festplatz-Streit kocht weiter / Neue Forderungen für Osterfeuer-Lärmschutz gestellt

Bennigsen (hrt). Der Streit um den Bennigser Festplatz reißt nicht ab. Jetzt hat Bürgermeister Hartmut Rieck von der Stadtverwaltung ein Schreiben weitergeleitet bekommen, in dem die Anwohner neue Einschränkungen für das heutige Osterfeuer verlangen.

Ortsbrandmeister Thomas Linke reagiert gelassen: "Ich habe meine Genehmigung von der Stadt erhalten, und ich werde das Feuer auch so durchführen", sagt er. Von Nachbesserungen zur Genehmigung habe ihm die Verwaltung nichts mitgeteilt.

Inzwischen spitzt sich das Verhältnis zwischen Bürgermeister und Anwohnern zu. Rieck hatte für Donnerstag, 20. April, die Vereine und die Anwohner zur gemeinsamen Besprechung über die künftige Nutzung des Platzes eingeladen. Bisher habe aber keiner der Anwohner zugesagt. Im Gegenteil: In dem bereits erwähnten Schreiben hätten sie ihre Absage mitgeteilt. "Nur die Stadt Springe - nicht der Ortsbürgermeister - hat dafür zu sorgen, dass Veranstaltungen mit prognostizierbaren Lärmwerten über dem für die Anwohner Zumutbaren (zum Beispiel Disco) nicht zuzulassen sind!", zitiert Rieck. Abschließend werde festgestellt:"Die Anwesenheit des Ortsbürgermeisters von Bennigsen bei derartigen Absprachen ist nicht erforderlich." Dafür solle die Polizei eingeladen werden. Rieck betont, dass der Termin einvernehmlich mit Vereinen und Anwohnern verabredet sei. "Wenn die Anwohner hiervon nun abrücken und es ablehnen, mituns zu sprechen, stellt sich bei mir auch die Frage nach dem ?Haltbarkeitsdatum' derartiger Vereinbarungen mit den Anwohnern", meint er. Das Treffen werde mit oder ohne die betreffenden Personen durchgeführt.

© Neue Deister-Zeitung, 15.04.2006

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12.06.2006 Noch nie so leise

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